Kommissbrot ist nach mehr als 50 Jahren noch essbar

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Dosenbrot: Ideal zur Krisenvorsorge und für den Vorrat ist Dosenbrot. Man muss nicht viel Geld ausgeben, bei Aldi gibt es Dosenbrot unter einem Euro. Im Europaeischen Brotmuseum Ebergoetzen bei Goettingen ist  kuerzlich ein Karton mit 20 Dosen Brot aus dem Zweiten Weltkrieg eingetroffen. Ein Umstand, der ob seiner Seltenheit eine Meldung (aus der Welt / http://www.welt.de) wert ist: „Einsatzverpflegung“ steht auf dem braunen, staubigen Pappkarton. Der 84jaehrige Artur Bielinski aus Osterholz-Scharmbeck bei Bremen hatte ihn im vergangenen Herbst in der Ecke seiner Garage gefunden. Die Experten sind verbluefft. Das „Kommissbrot“ ist nach mehr als 50 Jahren noch essbar. „Eine Dose — eine Ration“ steht auf dem Etikett. Der Original-Dosenoeffner befand sich noch im Karton. „Es

 schmeckt sogar noch ganz gut“, sagt Museumsleiter Wilhelm Bruinjes und verzieht dabei kaum merklich das Gesicht. „Trocken und ein bisschen nach Blech“, konstatiert er wenig spaeter, kaut aber mutig weiter. Die Lebensmittelueberwachung in Osterholz-Scharmbeck hat das Schwarzbrot inzwischen untersucht und als „noch essbar“ eingestuft. „Das ist schon ganz erstaunlich“, sagt Bruinjes. Die Haltbarkeit von Dosenbrot liegt laut Zeitzeugen und Experten bei zehn Jahren. Ueber den Heimatpfleger von Bad Harzburg, Harry Plaster, ist der Karton mit den noch immer blitzblanken Dosen zu jeweils 400 Gramm ins Museum gelangt. Der Heimatpfleger hatte von dem Fund in der Zeitung gelesen und Kontakt zu dem Finder aufgenommen. Er interessierte sich dafuer, weil das Brot in der ehemaligen „Delbo Brotfabrik Dehne“ in der Naehe seiner Heimatstadt Bad Harzburg hergestellt worden war. Wie und warum der Karton in der Garage landete und so lange unbeachtet blieb, ist nicht mehr zu rekonstruieren.

Bereits in der 40er Jahren hatte man mit der Herstellung von Dosenbrot begonnen und kann heute auf eine jahrzehntelange Erfahrung zurückblicken. Für die Langzeithaltbarkeit eignet sich dabei vor allen Roggenbrot und Pumpernickl, das problemlos 15 – 20 Jahre haltbar ist.

Aus lebensmittelrechtlichen Gründen wird Dosenbrot nur mit 1- 2 Jahren Haltbarkeit abgestempelt, obwohl dieses nachweislich sehr lange haltbar bleibt. Ein Beispiel: Dosenbrot, welches 1962 (während der Kubakrise) eingelagert wurde, war nach regelmäßig durchgeführten Langzeittests sogar noch im Jahr 1995 (also 33 Jahre später) in einwandfreiem Zustand. Das europäische Brotmuseum Ebergoetzen bei Göttingen hatte einmal Dosenbrot aus dem zweiten Weltkrieg untersucht und dies war nach mehr als 50 Jahren noch essbar! Obwohl es beim Dosenbrot die längste Erfahrung gibt, darf dies nur mit 2 Jahren Haltbarkeit abgestempelt werden. Die Industrie hat sich darauf geeinigt, daß Produkte die auch im Lebenmittelhandel angeboten werden, nur mit max. 2 Jahren MDH abgestempelt werden dürfen.Ein weiterer Grund dürfte wohl auch darin liegen, daß das Militär (Großabnehmer) dieses Brot immer wieder nachbestellt., was natürlich für neue Aufträge sorgt.

Natürlich kann man Dosenbrot auch selber machen.

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