Währungsreform nach dem Krieg

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Wie man auf dem Bild sieht, wurden 1948 aus 882 Reichsmark 88 DMark gemacht. Die Bevölkerung wurde am 18. Juni 1948 durch den Rundfunk und über Aushänge über die anstehende Währungsreform und den Ablauf informiert. Der 18. Juni war ein Freitag. Die Umstellung erfolgte somit an einem Wochenende.

In den Läden gab es schon lange vorher kaum Waren, die Schaufenster waren leer und es wurden gerade noch Ladenhüter zum Verkauf angeboten. Sie wussten anscheinend von der bevorstehenden Währungsreform. Meine Oma erzählte mir, dass sie im Schuhhaus nicht einmal mehr ein Paar Schuhe bekommen hat, obwohl ihre total abgelaufen waren. Nicht einmal Sohlen um diese Schuhe noch einmal zu besohlen. Nach der Umstellung waren dann die Schaufenster voll und man konnte alles kaufen. Es wurden wohl die Waren gebunkert um sich Vorteile zu verschaffen. Der allgemeine Tauschkurs von 100 RM:10 DM galt gewissermaßen nur für Schuldforderungen. Bargeldreserven und Bankguthaben wurden letztlich im Verhältnis 100 RM:6,50 DM umgetauscht. Die öffentlichen Anleihen an Privatpersonen wurden für wertlos erklärt. Preise und Löhne wurden im Verhältnis 100:100 umgesetzt. Wer Waren bis zur Umstellung ungesetzlicherweise gehortet hatte, der war Gewinner. Die Sparer und Arbeitslosen waren die Verlierer. Besitzer von Sachwerten (Betriebe, Immobilien und Waren) wurden bevorzugt. Lesen Sie mehr.

Ich erinnere mich noch sehr gut daran, dass meine Oma nie mehr in diesem Schuhladen eingekauft hatte und sogar mir sagte, dass ich bei dem Schuhhaus Jud nicht einkaufen sollte.

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