Tante Linas Kriegskochbuch

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Rezepte einer ungewöhnlichen Frau, in schlechten Zeiten zu überleben. Dies ist ein lebendiges Geschichtsbuch, unterhaltsames Geschichtenbuch und benutzbares Kochbuch in einem.
Jenseits jeglichen Anpassertums bewältigt Tante Lina den Kriegsalltag; sie ist eine fabelhafte, positive Überlebensfigur, lebt uns, ganz unheroisch, eine beispielhafte Mitmenschlichkeit vor und behält trotz der finsteren Zeiten den aufrechten Gang.

»Frauen wie Tante Lina hat es immer gegeben, und es wird sie immer geben. Sie sind notwendig: Frauen, die auch in gewalttätigen Zeiten voller Zerstörung, Angst, Ausbeutung, Brutalität, in menschenverachtenden Zeiten ihren Weg gehen.«
In sieben Kapiteln, von 1939 bis 45 chronologisch, wird die Lage des Krieges und die damit verbundene Ernährungslage geschildert. Es folgen jeweils dieTante-Lina-Geschichten: wie sie mit ihrer Nazi-Verwandschaft umgeht, einen Kommunisten versteckt, zum Hamstern aufs Land fährt, schwarz schlachtet, zum Kindergeburtstag und zur Kriegsweihnacht mit Einfallsreichtum Festessen bereitet…
Zahlreiche Fotos und Faksimiles machen den »Alltag der Nation« anschaulich.
Und über 150 Rezepte liefern Anregungen für phantasievolles Kochen.

Es hat Tante Lina wirklich gegeben. Sie ist keine Erfindung, keine Romanfigur eines mehr oder weniger einfallsreichen Schriftstellers. Allerdings — hätte es sie nicht gegeben, man hätte sie… hätte man sie erfinden müssen? Nein!
Frauen wie Tante Lina hat es immer gegeben, und es wird sie immer geben. Sie sind notwendig: Frauen, die auch in gewalttätigen Zeiten voller Zerstörung, Angst, Ausbeutung, Brutalität, in menschenverachtenden Zeiten ihren Weg gehen. Widerstand leistend dem, was sie zu unterdrücken sucht, selbstbewußt und gerissen, klug, aber auch voller Schläue, wenn das notwendig wird, und stark. Eine Kraft, die aus der Trauer kommt. Trauer darüber, was Menschen von Menschen angetan wird.
Ich weiß noch, wie sie in ihrem Ohrensessel neben einer Jugendstilstanduhr mit Westminster-Sound saß, eine kleine robuste Frau in diesem viel zu großen Sessel, voller Würde lächelnd eine Zigarette nahm, eine selbstgedrehte natürlich, aus einem verbeulten Silberetui.

Auf ihrem Grab wächst Rosmarin und Thymian, wird Basilikum und Borretsch blühen. Keine Totenblumen stehen da, keine gestutzten Buchsbaumhecken, keine artigen Blautannen.
Das würde zu Tante Lina nicht passen.

Tante Lina war ein lebenslustiger, — nein, das ist nicht der richtige Ausdruck, sie war einfach ein lebendiger Mensch. Sie hat geraucht, getrunken (oder besser: gesoffen) und gut gegessen — Zeit ihres Lebens.
Und daß sie tot, so richtig tot ist, kann man eigentlich auch nicht sagen. Dazu ist sie zu gegenwärtig, immer noch. Dazu kursieren über sie in der Familie, der sie nie angehören mochte, in der Stadt, aus der sie nie hatte fortziehen wollen, zu viele Gerüchte, Vermutungen, sogenannte verbürgte Geschichten.
Und man spricht über sie, als lebe sie noch…

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