Schneechaos und Versorgungsschwierigkeiten Teil2

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Das mit dem Hörbuch hat wirklich nicht geklappt. Ich habe die Kopfhörer an und doch höre ich kein Wort, weil meine Gedanken ganz wo anders sind..  Ich stehe wieder auf und schaue aus dem Fenster. Es schneit immer noch und es ist niemand auf der Strasse. Die Luft draussen ist voll Rauch, weil viele Leute ihre Holz und Kohleöfen angemacht haben. Leider habe ich keinen zusätzlichen Kamin, mit dem ich alternativ heizen kann. Hätte ich nur letztens doch den Ofen gekauft, denn ein Anschluss wäre schon gelegt. Man sollte einfach nicht so viel überlegen, sondern aus dem Bauch- gefühl handeln.

Ohne Strom und in der kalten Wohnung kann man wirklich gar nichts machen. Ich fange an, die Wohnung aufzuräumen und wische den Staub von den Möbeln. Mit jedem Handschlag, den man machen will, fällt einem ein, dass es nicht geht, weil der Strom und die Heizung weg ist. Nicht mal warmes Wasser zum Wischen…Der Tag vergeht und es passiert nichts spektakuläres mehr. Am Abend fällt mir ein, dass ich einen Weltempfänger habe, der mit Batterien funktioniert. Ich schalte ihn ein und tatsächlich auf 100 bekomme ich einige Signale. Achtung, Achtung, eine Durchsage… Bleiben Sie auf diesem Kanal, es werden laufend Durchsagen gemacht, wie sie sich verhalten sollen… So lange der Niederschlag noch anhält, ist es nicht möglich, die Räumfahrzeuge auszusenden… Viele Fahrzeuge können nicht betankt werden, da die Pumpen wegen Stromausfall nicht funktionieren… Der Einsatz der Bundeswehr und des Zivilschutzes ist angefordert. Bitte gedulden Sie sich….

Mhh das hört sich aber übel an! Das kann anscheinend noch länger dauern! Jetzt wirds wohl Ernst. Jetzt werde ich wohl meinen eigenen Notfallplan erstellen müssen. Ich mache mir eine Liste, was ich alles an Vorrat im Haus habe. Das Problem wird wohl sein, dass ich nicht an Wasservorrat gedacht habe. Wenn über 30 Stunden kein Strom da ist, fallen auch die Notaggregate der Wasserversorger aus und dann läuft kein Wasser mehr aus den Leitungen. Bei der Eiseskälte könnte es noch schlimmer kommen, wenn dann die Leitungen einfrieren. Fortsetzung folgt…

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  • Die Bundesregierung mahnte die Energieversorger, Krisenvorsorge zu treffen. «Wir gehen davon aus, dass Sie – Ihrem gesetzlichen Auftrag entsprechend – die notwendigen Vorbereitungen treffen, um möglichen Gefährdungen der Sicherheit oder Zuverlässigkeit des Elektrizitätsversorgungssystems (…) effizient entgegen wirken zu können», schrieb das Wirtschaftsministerium an die Stromversorger. In dem am Freitag bekanntgewordenen Schreiben wird auch auf die Stromausfälle im Münsterland Ende November 2005 verwiesen. Damals waren dutzende Strommasten unter der Schneelast eingeknickt, 250 000 Menschen hatten tagelang keinen Strom.

    Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe riet am Freitag, sich mit Lebensmitteln einzudecken. Ausreichend Trinkwasser, ein Medikamenten-Vorrat und Kerzen sollten im Haus sein, sagte der Präsident des Bundesamtes, Christoph Unger, in Bonn. Gut wäre auch ein Batterie-betriebenes Radio für den «immer» möglichen Fall eines Stromausfalls. «Vermeiden Sie Autofahrten!», warnten unter anderem auch die Experten des DWD Sachsen in Leipzig.

    Der Leiter des Instituts für Wetter- und Klimakommunikation, Frank Böttcher, sagte dem Fernsehsender N24: «Mit solchen Äußerungen verspielt man die Chance, dass bei richtig ernsten Lagen den Warnungen noch Glauben geschenkt wird.» Auch Sturm mache aus bis zu 25 Zentimetern Neuschnee keine Katastrophenwetterlage, sagte Böttcher. Mit Stromausfällen sei eher nicht zu rechnen, da der Pulverschnee sich kaum auf den Leitungen festsetzen werde.

    Das Technische Hilfswerk bereitete sich dennoch auf einen Großeinsatz vor: «Wir nehmen die Unwetterwarnungen ernst und beobachten die Lageentwicklung in Deutschland», sagte THW-Präsident Albrecht Broemme.