In Geschichte gut? Des Deutschen Geschichte…

In sozialen Netzwerken teilen:

Ja man soll nicht in der Vergangenheit leben, sondern im Hier und Jetzt, doch ist es auch wichtig die Herkunft und die Wahrheit unserer Vorfahren zu kennen, denn deren Gene schlummern und leben in uns weiter. Hier die Geschichte Deutschlands: Was von Historikern bis heute verschwiegen wird. Besonders interessant ist das warum? Um alleine aus den Kriegszeiten vom 1. und 2. Weltkrieg Zeitzeugen zu finden, ´wird es langsam schwierig solche noch lebend zu fragen, wie es denn damals war. Meine Nachbarin erzählt immer aus ihrem Leben und was sie nach dem 2. Weltkrieg mit ihrer Familie alles erlebte. Es hört sich an wie Hirngespinste und ein Mensch, der lang nach dem Krieg geboren ist, kann sich das Erlebte derer gar nicht so richtig vorstellen. Da bin ich im Internet heute über einen Artikel gestolpert, der es in sich hat:

Noch nie hatte es in der Geschichte eine solche Riesenversammlung von Sündenböcken gegeben. Wir hatten als einziges Gepäck die Kollektiv-Schuld eines ganzen Volkes auf dem Rücken. Während man im Mittelalter sich ab und zu einen Ketzer aus Gottes merkwürdigen Teichen gefischt und geröstet hatte, kannte man jetzt ganze Völker von Ketzern. Wenn alles Masse war, wie sollten da nicht auch die Ketzer in Massen auftreten? Es war uns aufgegeben, eine schlimme Einkehr zu halten. Während das Mittelalter die Ketzer aber nur hart bestrafte, wenn sie unbußfertig waren, nützte uns die Bußfertigkeit nichts. Wer so dumm war, seine Schuld zu bekennen und zu bereuen, vor den irdischen Richtern nämlich, der war dadurch der Rache verfallen. Innere Bereitschaft zur Sühne, das mochte noch hingehen, äußere Bereitschaft wäre Torheit gewesen. Ihr war das moderne Klima zu rauh. Sie siechte deshalb an der Schwindsucht dahin. Sie kam uns mit unseren Toten abhanden. Wir waren ja nicht aus der Haft des Teufels entlassen worden, um einer Horde von Erzengeln in die Hände zu fallen. Wir waren in die Drahtnetze von KZ-Kerkermeistern geraten.

Wir waren besessen gewesen von der Einsicht, die menschliche Schande, die hinter uns lag, sei so groß gewesen, daß man sich schämen müsse, sie überlebt zu haben. Bald aber merkten wir, daß es neue Schande gab, die überlebt sein wollte. Die Waage der Gerechtigkeit, die so lange mit falschem Gewicht gearbeitet hatte, wippte stürmisch auf und nieder, suchte ihr Gleichgewicht. Die verlogenen Zerrbilder begannen, wieder wahrhaftig zu werden. Ein furchtbarer Verdacht keimte aus dem Schutt unserer Seelen. Die Sieger, die unseren Stacheldrahtkäfig bewachten, glichen uns aufs Haar. Der Unterschied war nur, daß sie Maschinenpistolen trugen und wir nicht, daß sie sich täglich vollfraßen, während wir vor Hunger einschrumpften.

Ich hasse die Amerikaner nicht. Wofür sollte man sie hassen? Weil sie genau so dumm, so grausam, so hochmütig waren wie wir? Weil sie genau so leichtgläubig, so mörderisch naiv waren? Wie hätte man sie sonst zur Rheinberger Kollektiv-Rache aufpeitschen können?
Später, viele Jahre nach meiner Kriegsgefangenschaft, brachte ich einen schweren Abend mit einem katholischen Priester zu. Er hatte im Zuchthaus zu Wolfenbüttel einige Hekatomben schlachtreifer Opfer zum Fallbeil geleitet. Das war vor dem April 1945. Eine Woche später verbrachte ich einen schweren Abend mit einem anderen katholischen Priester. Er hatte im Zuchthaus zu Hameln Scharen von Todeskandidaten zum Galgen geleitet. Das war nach dem April 1945. Galgen und Schafott waren beide von Sondergerichten beliefert worden. Darum unterschieden sich die Berichte der beiden Pfarrer nur wenig voneinander. Verschieden dagegen waren die Pässe der Hingerichteten voneinander. Man richtete in anderen Kategorien hin.

Unser Wille, eine Gewissenserforschung stellvertretend für unser Volk zu treiben, erlahmte in Rheinberg schnell. Alte und neue Greuel verschmolzen vor unseren Augen zu e i n e m blutigen Sumpf, der der Menschheit gemeinsam bis an die Knie, bis an die Hüften reichte. Wir begriffen, daß es nicht der Weisheit der Staatsmänner, nicht der Gesetzeskunde der Richter, sondern ganz einfach der Allwissenheit Gottes bedurfte, um zu entscheiden, wie viele Rekruten Hitlers sich in den Reihen der Sieger, wie viele Träger der Menschenwürde sich in unseren Reihen befanden.

Und da unternahm es irgendein Colonel oder Captain im Auftrag irgendeines Ministers, in der Pose Jesu Christi am Tag des Jüngsten Gerichts die Schafe von den Böcken zu scheiden. Wir sind Gottes gerechte und geliebte Söhne. Ihr seid Luzifers schwarze Schar. Und jetzt wollen wir ein bißchen Höllensturz veranstalten.

Nein, wir haßten die Amerikaner nicht. Wir hegen auch heute keinen Haß gegen sie, wenn auch zwischen Berlin und Washington Rheinberg liegt. Wir ahnten damals schon, obwohl es keiner schon auszudrücken vermocht hätte, daß sich aller Unsinn auf Erden von selbst revidiert.

„Mensch auf den Acker gesät“

26. Dezember 2011

Dies ist der Titel eines Buches von Josef Nowak über sein Erlebnis im Rheinwiesenlager Rheinberg. Nowak war ein Schriftsteller und Bühnenautor, der in Hildesheim gelebt hat, von 1901 bis 1988. Viel kann man nicht über den Mann ergugeln, außer daß er in den 60er CDU-Pressechef in Hannover war.

Ich werde Auszüge dieses Buches hier hereinstellen. Das Buch ist 1956 erschienen. Nowak sagt an einer Stelle, daß er sich mit dem Buch bewußt Zeit gelassen habe, um Abstand zu gewinnen.

Noch im November 2011 hat der Guido Knopp der „Welt“, Felix Kellerhoff, einen Artikel zu dem Thema Rheinwiesenlager verfasst. Und er räumt ein: „Tatsächlich lebten im Frühjahr und Sommer 1945 in den berüchtigten „Rheinwiesenlagern“ der US-Army auf der linken Seite des Flusses bis zu zwei Millionen Kriegsgefangene unter oft katastrophalen Bedingungen. Sie lagerten auf eingezäunten Wiesen, meist ohne Zelte, oft nur mit selbstgegrabenen Erdlöchern. Die US-Army war nicht vorbereitet gewesen auf die enorme Zahl von insgesamt 3,4 Millionen Wehrmachtssoldaten, die sich ihnen ergeben hatten; das Gleiche traf auf die britische Armee zu, die noch mehr Gefangene machte. „ Und weiter:  „Wochenlang brach in dieser Zeit die Nahrungsversorgung Mitteleuropas zusammen. Das hing vor allem damit zusammen, dass es 1944/45 wegen der Kämpfe in Europa weder eine reguläre Ernte noch eine normale Aussaat gegeben hatte. „

Und jetzt kommt der Knaller in Kellerhoffs Artikel: „Die genaue Todesrate in angloamerikanischer Kriegsgefangenschaft ist aufgrund der gigantischen Verwaltungsaufgaben nicht dokumentiert worden. Die seriösen Angaben schwanken zwischen 5000 und 40.000 Toten – also zwischen einem reichlichen halben und fünf Promille. Die natürliche Mortalität bei 18 bis 50-jährigen Männern liegt heute zwischen einem und vier Promille pro Jahr. Das bedeutet, dass es trotz der hohen Zahl entkräfteter, unterversorgter und vielfach auch verwundeter Soldaten in westlichem Gewahrsam 1945/46 die Sterberate ungefähr auf dem natürlichen Stand blieb. „

Sie lernen eine völlig neue Sichtweise auf die Geschichte Deutschlands in diesem Buch kennen. Ohne Vorbehalte und weltanschauliche Nähe zu „Siegern und Verlierern“ wird sie ausgeleuchtet, vollständig neu ausgewertet und interpretiert. In diesem Buch u.a. zu lesen: – Was ist das typisch Deutsche an den Deutschen? – Wie ist Deutschland tatsächlich entstanden? – Was über das Christentum nicht bekannt ist – Die Wahrheit über die Kreuzzüge und wer sie zu verantworten hat – Worin die fragwürdigen Machenschaften des Papsttums bestanden – Die Neubewertung Bismarcks und Martin Luthers – Die Erfolgsgeheimnisse Preußens – Wie die Gesetze der Macht lauten – Die wahren Verursacher des 1. Weltkrieges – Wie Hitler hätte verhindert werden können – Was die Wiedervereinigung Deutschlands tatsächlich möglich machte Das Buch ist ein wahrer FUNDUS für ein neues Geschichtsverständnis. Es klärt auf und ist eine Quelle für neues Denken. Wenn Sie wirklich wissen wollen, worin die Fehler unserer Geschichte bestanden, wie sie künftig zu vermeiden sind und was man aus der eigenen Vergangenheit tatsächlich lernen kann, dann lesen Sie dieses Buch!