Archive for the Category »Geschichten von damals «

Aus dem Stuttgarter Kochbuch aus dem Jahr 1897 gibt es das traditionelle Rezept für Waffeln. Zu meiner Kinderzeit gab es noch keine elktrischen Waffelbackgeräte wie heute. Man hatte ein Waffeleisen, das auf dem Ofen heiß gemacht wurde und so wurden die Waffeln gebacken. Was benötigt man für das Rezept? more…

Ich kenne kaum noch jemanden, der als Pausenbrot einen Apfel und ein Butterbrot isst. Dabei gibt es doch nichts besseres als ein frisch gebackenes Bauernbrot mit Butter und dazu einen Apfel. In meiner Kindheit war Brot ein Hauptnahrungsmittel und man sagte auch: Bauernbrot macht Wangen rot. Wer Lust auf etwas süsses hatte, der streute auch schon mal Zucker aufs Brot. Heute nimmt man Nutella oder Marmelade.

Die Erinnerung daran hat mich angeleitet, wieder einmal das zu tun. Eine Scheibe Bauernbrot, etwas Butter und dann Zucker drauf. Nunja, es hat nicht so gut geschmeckt wie damals in meiner Kindheit, das muss ich ehrlich zugeben. Woran mag das wohl liegen? Sicher ist es dem Einen oder Anderen auch schon so ergangen, dass man sich an ein Gericht erinnert und es schmeckt heute nicht mehr so, wie man es in Erinnerung hat.

Man sagt auch, Hunger ist der beste Koch, denn wenn man Hunger hat, schmeckt alles anders. Die Zeiten ändern sich aber gerade wieder. Lebensmittel sind viel teurer geworden und man spürt die Inflation immer mehr. Ein Bauernbrot beim Bäcker kostet heute schon über 8 Euro und man wird das Brot wieder mehr achten müssen.


Wie war es damals? Wie kam es zur Wirtschaftskrise? Es wurde auch über die Verhältnisse gelebt und es gibt Ähnlichkeiten zu der heutigen Zeit. Die goldenen Jahre von 1927 bis 1929 waren der große Aufschwung auch in Deutschland. Der 1. Weltkrieg war längst vergessen. Der Chrash in den USA im Herbst 1929 kam ohne Ankündigung. Es war der Schwarze Freitag, der überall bekannt ist.
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Fischpaprikaasch stand oft auf der Speisekarte, nach Donaufischerinnen-Art und von Donauschwaben, oder hier Donaudeutsche genannt, zubereitet. Der Fischpaprikaasch, zu dem absolut fangfrischer Karpfen verwendet wurde und mit einer würzigen Soße (natürlich mit viel Paprika) gekocht wurde, fand immer einen großen Anklang bei den Landsleuten der Donaudeutschen. Dazu werden Nudeln gereicht, die diesen Schmaus abrunden. Hier das Rezept im Original: more…

Wie man auf dem Bild sieht, wurden 1948 aus 882 Reichsmark 88 DMark gemacht. Die Bevölkerung wurde am 18. Juni 1948 durch den Rundfunk und über Aushänge über die anstehende Währungsreform und den Ablauf informiert. Der 18. Juni war ein Freitag. Die Umstellung erfolgte somit an einem Wochenende.

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Rezepte einer ungewöhnlichen Frau, in schlechten Zeiten zu überleben. Dies ist ein lebendiges Geschichtsbuch, unterhaltsames Geschichtenbuch und benutzbares Kochbuch in einem.
Jenseits jeglichen Anpassertums bewältigt Tante Lina den Kriegsalltag; sie ist eine fabelhafte, positive Überlebensfigur, lebt uns, ganz unheroisch, eine beispielhafte Mitmenschlichkeit vor und behält trotz der finsteren Zeiten den aufrechten Gang. more…

Früher musste ich als Kind immer mit der Milchkanne Sauerkraut holen. An diese Zeit kann ich mich noch sehr genau erinnern. Eine Kanne voll kostete 15 Pfennig. Die Leute dort stampften das Kraut, wenn es gehobelt war, in den Fässern. Mit den blanken Füßen!! Heute ist das unvortellbar. Man kauft das Kraut in der Dose. Es gibt aber auf dem Lande noch Metzgereien und Tante Emma Läden, die Sauerkraut frisch vom Fass verkaufen. Meine Oma kochte das Sauerkraut immer sehr lange.
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Kräuterweiber und Bauerndoktoren haben ihre medizinischen Rezepturen häufig nur innerhalb der Familie weitergegeben. Dadurch ist leider der größte Teil für die Allgemeinheit in Vergessenheit geraten. Dieses Buch belebt wieder das alte Wissen für alle und wird so weitergegeben…

In Zeiten der Inflation, als man für Lebensmittel Million oder gar Billionen bezahlen musste, kann man sich heute kaum vorstellen. Es kann aber jederzeit wieder kommen. Zuerst steigen die Preise fast unerkannt. Man versteckt Preiserhöhungen zuerst so, dass einfach nur die Packungen und deren Inhalt kleiner werden, doch der Preis bleibt wie vorher. Danach steigen dann die Preise viel schneller. Was heute dann 10 Euro kostet, gibt es morgen für 12 Euro usw. Die spirale dreht sich dann immer schneller, weil immer mehr Geld auf den Markt geworfen wird und es immer mehr an Wert verliert. In früheren Infaltionen bekam man kaum noch Lebensmittel für Geld. Gut war der dran, der Gold hatte. more…

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Was für eine Katastrophe! Seit Samstag fiel Presseberichten zufolge bislang in gut 40 Fernzügen die Klimaanlage aus. Ich bin ja nun auch nicht gerade 100 Jahre alt, ich kann aber sagen, dass nicht nur in meiner Kindheit sondern auch noch in meinen jungen Jahren eine Klimaanlage ein Fremdwort war. Wir hatten aber ebenso heiße Sommer und keiner fiel in Ohnmacht und musste vom Notarzt behandelt werden. Es ist wohl die Verweichlichung der Menschheit, die keinen Extremen mehr ausgesetzt werden kann.

Ob Kälte oder Hitze, überall wird gestöhnt und gleich zum Arzt gerannt. Meine Oma und auch meine Mutter haben an heißen Tagen Leintücher gewaschen und nass in der Wohnung aufgehängt. Ja so einfach kann man eine Klimaanlage und das sogar ohne Strom, herstellen. Morgens wurde alles gelüftet und ab 11 Uhr waren alle Fensterläden und die Fenster zu. Ganz zu schweigen von den Bauern, die in Bruthitze

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