Für die billigen Lebensmittel wird ein hoher Preis in Kauf genommen

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Tiere müssen große Qualen erleiden. Der einzige Zweck ihres Daseins ist es, Fleisch und tierische Erzeugnisse zu liefern. Lies nun, wie der triste Alltag einer Milchkuh, das kurze Leben eines männlichen Kalbs oder das düstere und beengte Dasein eines Mastschweines in einem Massentierbetrieb aussieht.Glückliche Kühe sehen anders aus: Rinder in Massenhaltung leben in engen Verschlägen – meist ohne Tageslicht.

Die schöne Vorstellung frei lebender Kühe auf der Weide entspricht leider nicht den tatsächlichen Lebensbedingungen vieler Kühe, deren Milchprodukte wir täglich verzehren. Um solche Mengen an Milch, Käse, Quark, Joghurt und anderen Produkten anbieten zu können, würden hierzulande unsere Wiesen und Weiden für eine Freilandhaltung längst nicht ausreichen. Außerdem könnte man diese Nahrungsmittel nicht zu so günstigen Preisen anbieten, wie die meisten Leute es erwarten. Das ermöglicht erst die Massentierhaltung – auf Kosten der Tiere.

Rinder leben hier – wie alle anderen Zuchttiere – auf engstem Raum, oft ohne Tageslicht. Die Milchkühe können sich in ihren winzigen Verschlägen kaum bewegen und werden mit reichlich Industrie-Kraftfutter und hohen Energielieferanten gefüttert, damit sie besonders viel Milch geben können. In den letzten Jahrzehnten wurde die Milchleistung einer Kuh von jährlich ungefähr 2.000 auf teilweise bis zu 7.000 Liter hochgetrieben. Derartige Steigerungen der Produktion sind nur durch den Einsatz von billigem Energiefutter möglich. Doch die Zuchttiere sind dadurch anfälliger für Krankheiten und haben eine geringere Lebenserwartung.

Weibliche Rinder werden jahrelang als “Milchmaschinen” benutzt, bis ihre “Leistung” nachlässt. Dann werden sie zu Rindfleisch verarbeitet.

Sie werden häufig mehrmals täglich an Maschinen angeschlossen, durch die sie gemolken werden. Oft haben die Kühe schmerzhafte Euterentzündungen und Verletzungen durch die Melkmaschinen. Weibliche Rinder werden so lange als “Milchmaschinen” gebraucht, bis sie ausgedient haben, weil sie nicht mehr genug Milch geben. Dann werden die Tiere meist für den Verzehr geschlachtet. Damit eine Kuh überhaupt so viel Milch “produzieren” kann, die eigentlich – wie bei uns Menschen – zur Aufzucht ihres Jungen gedacht ist, werden die weiblichen Tiere ständig befruchtet. Die Kälbchen werden sofort nach der Geburt von ihren Müttern getrennt, was bei beiden Tieren große Verzweiflung hervorruft.

an den Beinen angeketteten Kälbchen wurden ihren Muttertieren entrissen. Sie werden in wenigen Wochen geschlachtet, um als Kalbfleisch auf der Theke zu landen.

Das kleine Kälbchen wird dann mit einem billigen Milchersatz aufgezogen, um später selbst als Milchkuh zu enden oder geschlachtet und zu Kalbfleisch verarbeitet zu werden. Selbst in Deutschland ist es erlaubt, den Jungtieren im Alter von bis zu sechs Wochen ohne Betäubung mit der Feuerzange Markierungen einzubrennen oder ihnen die Hörner abzuschneiden. Auch eine betäubungslose Kastration (Entfernung der Hoden) ist in den ersten vier Lebenswochen gestattet.
Die männlichen Rinder werden schon als Kälbchen in oft winzige Verschläge gebracht, wo sie schnell gemästet werden. Es kommt immer wieder vor, dass Kälber – trotz der Verbote in einigen Ländern – mit einem Milchersatz gefüttert werden, der mit Hormonen angereichert ist und dem Eisen entzogen wurde. Dadurch soll erreicht werden, dass das spätere Fleisch durch die Blutarmut “schön weiß und zart” ist. Diese jungen Rinder sind durch den Eisenmangel jedoch sehr geschwächt. Im Alter von nur 16 Wochen werden die männlichen Tiere im Allgemeinen geschlachtet, um zu dem begehrten “Kalbfleisch” verarbeitet zu werden.
Oft sind die jungen Kälber vor der Schlachtung extrem entkräftet, da ihre Muskeln durch den Bewegungsmangel völlig unterentwickelt sind. Die Mägen der geschlachteten Kälbchen werden für die Herstellung von vielen Käsesorten verwendet. Sie enthalten ein bestimmtes Enzym, das für die Milchverdauung verantwortlich ist. Deshalb haben nur Jungtiere, die noch Milch säugen, dieses Magenenzym. Bei der Käseproduktion dient es der Milchgerinnung. Man kann Käse zwar auch mit mikrobiellem Lab (das sind biologisch gezüchtete Kulturen) herstellen, sehr oft wird aber das Kälberlab verwendet.
Der Transport von lebendigen Tieren ist billiger als der von toten
“Zusammengequetscht” werden die Schlachttiere in den Lastern auf mitunter tagelangen Fahrten quer durch Europa transportiert – weil es billiger ist…

Die Rinder werden oft viele Stunden im LKW zur Schlachterei transportiert. Weltweit werden jährlich über 50 Milliarden Zuchttiere befördert, nicht selten dauern die Fahrten mehrere Tage. Der Grund ist natürlich wirtschaftlicher Art: Zum einen wurde die Tierzucht immer mehr spezialisiert und man kauft da ein, wo es “günstig” ist. Während es weniger kleine Höfe gibt, ballt sich alles in riesigen Schlachtbetrieben.
Die Tiere kommen also manchmal in Dänemark auf die Welt, werden in Holland gemästet und dann in Italien geschlachtet. Zum anderen ist der Transport von lebendigen Schlachttieren billiger als die Beförderung von Fleisch, das gekühlt werden müsste. Auch Zollbestimmungen spielen eine Rolle: Für die Einfuhr von Fleisch in die EU muss man bezahlen, Tiere dürfen dagegen zollfrei transportiert werden. Die Rinder werden in Massen in die Lastwagen verfrachtet und erhalten auf der Fahrt meist weder Futter noch Wasser. Die Tiere geraten in Panik, trampeln manchmal in der Enge ihre geschwächten Artgenossen tot oder sterben selbst aus Entkräftung.

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Geflügel:

Auch sie erwartet ein Fließband mit Eisenbügeln, an denen sie kopfüber aufgehängt werden. Sie werden getötet und zum “Brühbad” weiter transportiert. Hier schreibt das Gesetz vieler EU-Länder ebenfalls vor, dass die Tiere kurz vor der Tötung betäubt werden. In manchen Ländern ist dies jedoch keine Vorschrift, und auch bei uns wird die Regelung nicht immer befolgt.
Mitunter sterben die Tiere erst durch das kochende Wasser, in das sie hineingeworfen werden: In den USA soll man bei einer Untersuchung festgestellt haben, dass sich bei mehr als 30 Prozent der toten Schweine Brühwasser in den Lungen befand. Das bedeutet, dass sie zu dem Zeitpunkt, in dem sie in das heiße Wasser geworfen wurden, noch geatmet haben müssen.

Quelle