Erschreckende Aufnahmen bei Wiesenhof Geflügelzucht

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Ich frage mich immer wieder, warum können Menschen so schrecklich sein! Hat so eine perverse Kreaktur, die den Namen Mensch nicht verdient, selbst wohl so gelitten? Oder wird er dann in seinem nächsten Leben diese Taten sühnen müssen? Es gibt schon wieder neue Vorwürfe gegen Wiesenhof: Schwere Tierschutzverletzungen in Putenfarm / Staatsanwaltschaft eingeschaltet / Wiesenhof deutet Konsequenzen an… Auf einer Putenfarm in Emstek-Halen bei Cloppenburg sind Tiere brutal misshandelt worden. Das zeigen Aufnahmen, die der Redaktion „Report Mainz“ vorliegen und in der ARD-exclusiv-Reportage „Das System Wiesenhof“ heute Abend, 31. August 2011, 21.45 Uhr im Ersten ausgestrahlt werden. Zu sehen ist eine Gruppe Geflügelgreifer, die Puten durch eine Halle zu einem LKW treiben. Die Männer treten den Tieren immer wieder mit voller Wucht in den Bauch, aber auch mit großer Brutalität von oben auf Kopf und Hals. Ein weiterer packt eine Pute am Hals und wirft sie quer durch die Halle. Dann werden die Tiere von einer Hebebühne mit großer Wucht in Stahlkäfige auf einen LKW geschleudert. Einige Tiere stürzen dabei schätzungsweise drei Meter auf den Boden. Der Geflügelexperte Dr. Hermann Focke hat sich die Aufnahmen angesehen und kommt zu einem klaren Urteil: „Das ist in keinster Weise tolerierbar und diese Aufnahmen sollte man mal zur Prüfung der Staatsanwaltschaft vorführen.“

Auf Nachfrage von „Report Mainz“ erklärt die verantwortliche Puten- und Entenausstallungsfirma, der Auftraggeber für die Verladung sei die PHW-Gruppe, der Konzern hinter der Marke Wiesenhof, gewesen. Sie verweist die Autoren an die PHW-Pressestelle. In einer Mail erklärt Konzernsprecher Frank Schroedter zu dem Vorgang, „bei möglichem Fehlverhalten der selbständigen Fangkolonne (trotz intensiver externer und interner Schulungen der Fänger) aktiv zu werden.“ Die Tierrechtsvereinigung PETA hat jetzt Strafanzeige bei der Generalstaatsanwaltschaft Oldenburg gestellt. Der Vorwurf: schwere Verstöße gegen § 17 TierSchG und gegen die Bestimmungen der Tierschutztransport- und Tierschutzschlachtverordnung.

Zudem werden weitere erschreckende Aufnahmen aus Farmen zu sehen sein, in denen Wiesenhof-Hähnchen aufwachsen. Zu Wort kommen auch Fleischzerleger, ehemalige Pächter, zahlreiche Insider und Firmengründer Paul-Heinz Wesjohann. Die Reportage „Das System Wiesenhof – Wie ein Geflügelkonzern Tiere, Menschen und Umwelt ausbeutet“ wird heute Abend um 21.45 Uhr im Ersten ausgestrahlt.

Zitate gegen Quellenangabe frei. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an „Report Mainz“, Tel.: 06131/929-3351.

Originaltext: SWR – Das Erste

  • helena

    In Turbomastanlagen entsteht massenhaft antibiotikaverseuchtes Fleisch.
    Es entstand in den letzten 40 Jahren eine ethisch verwerfliche, tierquälerische, unhygienische Massentierhaltung.
    Die Fließbandhaltung der Tiere in Deutschland ist nicht wesensgerecht, sie sind i.d.R. auf sehr engen Räumen in fabrikartigen Hallen untergebracht. (es ist dies eines der schandhaftesten Kapitel der menschlichen Natur, sagte Konrad Lorenz)
    Schweine werden gruppenweise in die Tandem-CO² -Anlage gebracht und dort sozusagen vergast.
    Es geht nur noch um züchten, mästen, schlachten, zersägen, abpacken, verkaufen.

  • .Nach der Ausstrahlung der ARD-Reportage Das System Wiesenhof hat das Unternehmen aus Visbek im Kreis Vechta Konsequenzen aus den Bildern gezogen.. Wiesenhof raumte am Donnerstag ein die Fanger einer beauftragten Firma hatten dabei gegen den Tierschutz verstoBen .

  • Super Blogpost.Ich habe ein paar frische Denkanstoesse gekriegt. Freue mich schon auf weitere Beitraege zum Thema.