DDR Brötchen Rezept

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brötchen

Zu Ostzeiten wurde ohne jede Chemie gebacken, das lag wohl mehr daran, dass es keine Chemie zum Backen gab, als dass man auf die Gesundheit achtete.  Zusatzstoffe sorgen dafür, dass das Mehl länger hält. Man kann auch jetzt Mehl einkaufen, das frei von Zusatzstoffen ist, so wie früher zu DDR-Zeiten. Unmittelbar nach der Wende war das nicht möglich. Das Ostbrötchen war dichter in der Konsistenz. Es bestand aus einem etwas groberen Weizenmehl (Typ 630), als man es heute hat (heute Typ 550), aus Wasser, etwa 5 Prozent Backmalz, 3 bis 4 Prozent Hefe und 2 Prozent Salz. Sonst war da nichts drin. Meine Schwägerin hat die Brötchen immer selber gebacken. Die Grundnahrungsmittel waren sowieso sehr billig. Ich kann mich noch an Besuche in der DDR erinnern und war entsetzt, wie man in den Läden behandelt wurde.

Besonders schwierig war es an Obst zu kommen. Da gingen wir in einen Laden und es waren eben nur Äpfel da. Leider waren die auf dem Ladentisch mit Flecken und ich sagte zu der Verkäuferin, dass ich gerne von den Äpfeln im Schaufenster haben möchte. Mhh wer drüben gelebt hat, der weiß, was dann passiert ist: Ich habe gar keine bekommen. Genau so blöd geschaut habe ich, als wir Sauerkraut gekauft haben. Das gabe es auf Zeitungspapier, wenn man kein Behältnis mitgebracht hat. Die Brühe lief einem links und rechts runter. Prost Mahlzeit! Dann durfte ich noch nicht mal was sagen. Meine Schwägerin hat mich immer gestupft, wenn sie mir ansah, dass ich gleich platze. Vielleicht war es in den großen Städten der DDR nicht so schlimm, ich habe keine Ahnung. Wir waren jedenfalls ganz hinten Richtung Bautzen in Zittau.

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