Aronstab lat. Arum maculatum

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Die gesamte Pflanze ist giftig und enthält in großen Mengen Caliumoxalat und den Scharfstoff Aroin. Bei Kindern führen die rotem, süß schmeckenden Beeren immer wieder zu Ver-giftungen, selbst beim Berühren der Pflanze kann es zu Hautrötung und Entzündungen kommen. Eine Vergiftung bei innerer Aufnahme zeigt sich durch Entzündungen der Mundschleimhäute und Anschwellen der Lippen, auf der Zunge und im Rachen kommt es zu schmerzhaftem Brennen. Weiterhin können sich unregelmäßiger Herzschlag, Krämpfe und innere Blutungen einstellen.

Heilwirkung und Medizinische Anwendung:
In der Allopathie findet der Aronstab Anwendung bei Gastritis und Brustleiden, in der Homöopathie wird eine chinesisch Aronstabart unter anderem bei Schnupfen und Heiserkeit eingesetzt.
Name:Die Pflanze hieß auch Zehrwurz, Eselsohr, Magenwurz und auch Pfaffenspint. Schon die alten
Griechen nannten das Gewächs Aron, woraus der Gattungsname Arum entstanden ist. Die
Bezeichnung Aronstab verweist auf den Blütenkolben. Der Lateinische Gattungsname maculatum
bedeutet gefleckt, womit er sich auf die Laubblätter bezieht.
Geschichtliches:Dioscurides beschrieb schon den Aron und Hippokrates verordnete ihn bei Katarrhen der Luftwege.
Hieronymus Bock empfiehlt die Pflanze bei Lungen- und Brustleiden, Magenbeschwerden, Frauenkrankheiten, als Wundheilmittel und bei Ohrenschmerzen.

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  • Man wendete die Pflanze
    früher auch bei Lungentuberkulose (Schwindsucht) an.

    Tabernaemontanus bemerkt zum Aronstab:
    „Wann die Pestilenz regieret / soll man Aron fleissig in der Speiß gebrauchen / dann sie widerstehet
    dem Gifft sehr.“ Im Volksglauben sollte der Aronstab in die Wiege der Kinder gelegt, diese vor
    Unholden schützen.

    Der Aronstab ist geschützt!