Alraune lat. Mandragora officinarum

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Man findet die Alraune im östlichen Mittelmeergebiet auf Schuttplätzen und brachliegenden Feldern, sie ist eine Ödlandpflanze. Die Alraunenwurzel wächst bis zu 50 cm tief in die Erde und ähnelt, ihrer Verzweigungen wegen, an eine menschliche Gestalt. Seit alters her ist sie daher sagenumwoben.

Giftstoffe, Wirkung und Symptome:
Die Pflanze enthält Hyoscyamin, Scopolamin und Atropin. Die Früchte können für Kinder eine Gefahr darstellen. Die typischen Vergiftungserscheinungen sind starke Pupillenerweiterung
(Glanzaugen), fehlendes Erbrechen, gerötete, trockene und heiße Haut sowie Pulsbeschleunigung.
Bei starker Vergiftung erfolgt Bewußtlosigkeit und narkoseähnlicher Schlaf. Durch Atemlähmung
kann es zum Tod des Patienten kommen. In unseren Breiten ist eine Vergiftung mit der Alraune
nahezu ausgeschlossen.
Heilwirkung und Medizinische Anwendung:
Die Alraune findet in der Homöopathie Anwendung bei depressiven Zuständen, bei gewissen
Magen- und Leberstörungen sowie bei entzündeten Gelenken und Ischias.
Name:
Die Pflanze wurde früher auch Galgenmännchen, Erdmännchen und Drachenpuppe genannt und
bei den alten Griechen und Römern hieß sie auch Circea, nach der Zauberin Circe. Der
Gattungsname Mandragora setzt sich zusammen aus dem griechischen mandra für Stall und agora
für Sammelplatz, was bedeutet, daß die Alraune früher in der Nähe von Stallungen zu finden war.
Der Artname weist auf ihre Verwendung als Arzneipflanze hin. Das Wort Alraune stammt aus der
germanischen Sprache (runa – Geheimnis) und steht für Kobolt und mythisches Wesen.
Geschichtliches:

Die Alraune gehört mit zu den ältesten Heilpflanzen. Sie wurde schon vor 4000 Jahren von den
alten Ägyptern als Liebestrank und Schlaf- sowie Schmerzmittel verwendet. Die Pflanze wurde im
Papyrus Ebers unter dem Namen „dja-dja“ erwähnt und als Grabbeilage in den Pyramiden gefunden;
auf dem Gewand Tut-Ench-Amuns waren Alraunenfrüchte dargestellt. Auch die Bibel weiß über die
Früchte der Alraune zu berichten. In der Antike beschrieben Theophrast und Dioscurides ihre
Wirkung. Dioscurides empfiehlt die Alraune bei Gallenbeschwerden, bei Schmerzen und
Erkrankungen der Augen, zur Fruchtbarkeit, bei Geschwulsten und auch bei Schlangenbissen. Und
schon damals benutzte man die Pflanze als Narkosemittel, wie Dioscurides schreibt: „Man macht
einen Wein aus den Rinden der Wurzeln … und gibt … denjenigen, die man schneiden oder brennen
will zu trinken … denn sie fallen dadurch in einen Schlaf, welcher ihnen alle Empfindlichkeit
nimmt“. Ferner weiß er zu berichten daß die Wurzel när-risch und unsinnig macht und wer sie
eingenommen hat 3 – 4 Stunden bewußt-los schläft. Weiter lesen wir:

„Die Chirurgen brauchen auch
dieses, wenn sie jemandem etwas am Leib abschneiden oder brennen wollen.“ Allerlei mystische
Vorstellungen wurden um die Alraunenwurzel gesponnen. Bei Plinius heißt es, daß vor dem
Ausgraben der Wurzel, mit einem Schwert in dreifacher Kreis um die Pflanze gezogen werden
müsse. Flavius schrieb, man müsse die Wurzel mit Urin und Menstruationsblut befeuchten,
ansonsten ließe sie sich nicht aus der Erde ziehen. Auch im Mittelalter war man der Meinung, nur
unter allerlei Beschwörungen, und nur in Mondnächten zur Sonnenwende die Wurzel ausgraben zu
können, die, nach damaliger Vorstellung aus den Tränen, bzw. Samen, von Erhängten wuchs. Auch
Schreie der Pflanze wollte man gehört haben und es erging die Empfehlung einen Hund die Wurzel
aus der Erde reißen zu lassen, damit dieser und nicht sein Herr versteinert würde.

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