Alpenveilchen lat. Cyclamen

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Alpenveilchen gehören zu den Primelgewächsen. Sie blühen rosarot bis violett und teilweise auch weiß. Die Blüten stehen einzeln auf den Stengeln. Typisch sind die zurüchgeschlagenen Blütenblätter. Die Pflanzen blühen entsprechend ihrer Art vom Frühjahr bis in den Herbst. Die Laubblätter sind gewöhnlich herz- bis nierenförmig und haben auch hellgrüne Flecken auf der Blattoberseite. Unterseits sind sie vielfach rötlich. Die Pflanzen werden 5 – 15 cm hoch. Außer den Gartenformen unterscheiden wir in erster Linie Cyclamen purpurascens, Cyclamen neapolitanum und Cyclamen hederifolium.

Alpenveilchen findet man vorwiegend in den Gebirgen Südeuropas, das Echte Alpenveilchen (C.purpurascens) auch in Bayern, den Berchtesgadener Alpen sowie in den Kalkalpen. Die Pflanzen
benötigen nährstoffreichen, feuchten Humusboden und sind wärmeliebend. Alpenveilchen sind in
der Natur recht selten zu finden, die am meisten verbreitete Art ist das Neapolitanische
Alpenveilchen (C. neapolitanum). Die Pflanzen werden in den verschiedensten Formen in Gärten
gezogen.

Vorwiegend in der Wurzelknolle finden sich giftige Saponine, insbesondere das Cyclamin.
Vergiftungen kamen früher häufig durch falsche Anwendung in der Volksheilkunde vor. Die ersten
Symptome werden schon nach der Aufnahme von 0,3 g beobachtet. Dabei kommt es zunächst zu
Kratzen im Mund, zu Übelkeit und Reizungen von Magen- und Darm. Nach der Aufnahme größerer
Mengen erfolgt Brechdurchfall, Schwindel, Fieber und auch Krämpfe; selbst der Tod ist bei
entsprechender Vergiftung nicht ausgeschlossen, er tritt durch Atemlähmung ein.

Heilwirkung und Medizinische Anwendung:
Das Alpenveilchen findet in der Homöopathie Anwendung bei Migräne, Rheuma, Arthritis, bei
Koliken und bei Hämorrhoiden.

Geschichtliches:
Dioscurides schreibt ausführlich über diese Pflanze und empfiehlt sie bei Frauenleiden, Gelbsucht,
als Abführmittel, gegen Schlangengift, als Heilmittel bei Wunden und Blattern sowie gegen
erfrorene Füße und Haarausfall. Schwangere Frauen warnt er über die Wurzel zu gehen, da sie sonst
eine Mißgeburt zur Welt bringen würden. Dieser Glaube hat sich noch hunderte von Jahren erhalten
und wurde immer wieder von den Kräuterärzten erwähnt. Sicher ist jedoch die negative Wirkung
der Pflanze auf die Leibesfrucht, von der ebenfalls die Kräuterkundigen zu berichten wußten.
Plinius d. Ä. beschreibt die Verwendung von Alpenveilchen als Pfeilgift. Auch im Mittelalter wird
das Kraut als wichtige Arzneipflanze angesehen. Hieronymus Bock beschreibt ihre Heilwirkung bei
Beulen und Warzen sowie als schweißtreibendes und abführendes Mittel.
Alpenveilchen sind geschützt!

  • Vielen Dank für den Beitrag – das mit den Alpenveilchen hätte ich mal 1994 wissen sollen! Damals wurde bei mir eine schweren Form der rheumatoiden Arthritis diagnostiziert und ich wurde in dem Glauben gelassen, dem sicher auch mein Rheumatologe, der es eben nicht besser wusste, anhing, dass nur mit aggressiver Medikation eine Verzögerung des progredienten Verlaufs wenigstens ansatzweise möglich sei.Von einer eventuell heilsamen Wirkung von Nahrungsmitteln kein Sterbenswort. Die dabei zu gewärtigenden Nebenwirkungen – bei dennoch sich voraussehbar verschlechterndem Allgemeinzustand – ließen mich nach Alternativen suchen. Schließlich entwickelte ich, u.a. auf die heilende Wirkung der Imagination, wie auch auf die Selbstheilungskräfte meines Körpers vertrauend, mein eigenes Heilverfahren, das aus – im Nachhinein betrachtet – doch verblüffend einfachen Übungen bestand. Nicht nur ließen meine Schmerzen fast unverzüglich nach, auch mein Allgemeinzustand besserte sich zusehends und seit über zehn Jahren gelte ich als geheilt.