Zeitzeugen aus Hungersnöten

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OmaViele alte, oft in Vergessenheit geratene, überlieferte Rezepte von meiner Mutter und Großmutter, sollten auch für meine Nachwelt erhalten bleiben. Meine Oma wurde 1900 geboren und auch die hat von ihrer Mutter das Kochen gelernt. Satt waren die nie wirklich, so berichtete meine Mutter immer wieder. Oft sei sie mit knurrendem Magen ins Bett. 2 Kriege hat meine Oma überstanden und auch die Währungsreform. Der Opa war in der Kriegsgefangenschaft in Russland und meine Oma hatte 12 Kindern das Mäulchen zu stopfen. Not macht dann erfinderisch. Mit Sparsamkeit aufgewachsen und doch als Kind glücklich gewesen, das kann ich nur bezeugen. So hat sich das auch an meine Mutter und an mich, sowie an meine Töchter weiter vererbt. Schade eigentlich, dass die jungen Leute heute so wenig über die gesunde und billige Küche wissen. Allein schon deshalb lohnt es sich, hier die Rezepte und die Erfahrungen einzubringen. In der Zeit, als Nahrungsmittel Mangelware waren, meine Mutter nur aus Resten vom Vortag und wenigen anderen Zutaten, ein wunderbares Essen zauberte, sind immer erwähnenswert.

Besonders jetzt in der Erntezeit wird mir wieder bewusst, dass man dankte für das, was man vom Feld so alles einbrachte. Als Kinder haben wir den Bauern geholfen, Kartoffeln vom Feld zu holen. Für viele Stunden sehr schwerer Arbeit bekam man einen Eimer mit Kartoffeln als Lohn! Vielleicht sollte der Eine oder Andere mal darüber nachdenken, bevor er in der heutigen Zeit jammert.

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  • kleidung aus ist doch was Feines. Darueber laesst sich kaum streiten. Es lassen sich allerdings auch nicht ueberall so thematisch gute Infos finden wie auf dieser Seite. Echt Klasse. Habe sie deshalb auch gleich mal in meinen Favoriten abgespeichert.